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Amerikanisches Erdgas genügt nicht, um Russlands Dominanz in Europa zu brechen

Die Nord-Stream-2-Gaspipeline ist ein Spaltpilz innerhalb der EU und zwischen Deutschland und den USA. Um die Energiedominanz Russlands zu brechen, bieten die Vereinigten Staaten verflüssigtes Erdgas an. Im Wettstreit zwischen Moskau und Washington hätte Europa viele Trümpfe in der Hand – wenn Berlin einsichtiger wäre.
 
Marschall Wassilewski war einer der grossen Militärstrategen der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Ausgerechnet diesen martialischen Namen trägt eine schwimmende Anlage zum Import von Flüssigerdgas (LNG) vor den Ufern der russischen Exklave Kaliningrad an der Ostsee. In Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das Terminal im Januar in Betrieb genommen worden. Erklärtes Ziel der «Marschall Wassilewski» ist es, die Energieversorgung Kaliningrads vom Erdgastransport durch das EU- und Nato-Land Litauen unabhängig zu machen. Man reibt sich die Augen. Sind es nicht gerade Litauen und Polen, die selber LNG-Kapazitäten aufgebaut haben, um sich aus dem eisernen Griff der russischen Gaspipeline zu befreien? Und ist es nicht gerade Russland, das vom günstigen Gas aus der Röhre spricht?
 
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