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Gier, Gas und Geld!

Nord Stream und seine Macher

Ein neues Buch beschreibt, wie in Dänemark, Schweden und Finnland massiv Lobbyarbeit für die umstrittene Pipeline durch die Ostsee gemacht wurde. 

Die Spione, die mit der Wärme kamen“ – unter diesem Titel erschien 2017 in Dänemark ein Buch  des Journalisten Jens Høvsgaard über die Entstehungsgeschichte der ersten Ostsee-Pipeline Nord Stream. Damit habe der Autor „eine Handgranate in die dänische Energie- und Sicherheitspolitik geworfen“, urteilte die dänische Zeitung Politiken.

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Der Autor beschreibt, wie die Dänen Bedenken gegen die erste Ostsee-Pipeline beiseite schoben, weil sie auf lukrative Geschäfte für die dänische Wirtschaft in Russland hofften. Vor allem aber zeichnet Høvsgaard ebenso detailreich wie spannend nach, warum schon die erste Nord Stream-Leitung kein kommerzielles Projekt war wie jedes andere – und mit welchen Mitteln die Pipeline in den betroffenen Ländern durchgesetzt wurde. Das Buch erschien an diesem Montag auf Deutsch unter dem Titel „Gier, Gas und Geld – wie Deutschland mit Nord Stream Europas Zukunft riskiert“ (Europa Verlag, München, 22 Euro).

Wegen der aktuellen öffentlichen Debatte um Nord Stream 2 zog der Verlag den Erscheinungstermin der deutschen Ausgabe vor. Es ist ein Buch, dem man gerade in Deutschland viele Leser wünscht.