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    Nord Stream 2: Jetzt wird Gazprom nervös

    Der Streit um die deutsch-russische Gaspipeline ist wieder voll entflammt: Der EVP-Kandidat für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Manfred Weber, hat angekündigt, die Leitung blockieren zu wollen, falls er Chef der EU-Behörde werden sollte. Lange Zeit sah es so aus, als könnte nichts und niemand dieser Rohrleitung etwas anhaben: Selbst als Russland sich 2014 die Krim einverleibte, wurden die Pipeline-Pläne zwar mal kurz auf Eis gelegt, aber dann flugs wieder aufgetaut. Seitdem sind Russland wie Deutschland emsig damit beschäftigt, Röhre um Röhre auf dem Ostsee-Grund zu verlegen und damit Kilometer für Kilometer dem gemeinsamen Traum einer zweiten Energie-Hauptschlagader näherzukommen. Auch das miserable Verhältnis der EU und der NATO zu Moskau oder…

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    Nord Stream 2: Großprojekt der Privatwirtschaft oder Instrument russischer Geopolitik?

    Bei Nord Stream 2 fallen wirtschaftliche und geopolitische Interessen Russlands untrennbar voneinander zusammen. Der Bau der Pipeline muss als Versuch Moskaus gewertet werden, sich in der aktuell angespannten politischen Lage vor allem gegenüber der Ukraine aber auch der EU alle Handlungsoptionen offen zu halten, um diese zukünftig zur Durchsetzung eigener strategischer Ziele nutzen zu können. ‚Deutschland ist ein Gefangener Russlands‘. Mit dieser provokanten Aussage erregte US Präsident Donald Trump am Rande des NATO-Gipfels im Jahr 2018 in Brüssel große mediale Aufmerksamkeit. Und US-Vizepräsident Mike Pence fand auf der Münchener Sicherheitskonferenz in diesem Jahr noch deutlichere Worte: „Wir können die Verteidigung des Westens nicht garantieren, wenn unsere Bündnispartner sich vom Osten abhängig…

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    Ukraine gegen Nord Stream 2 “Räuberische Investition”

    Bei der EU-Kommission ist eine Beschwerde gegen das deutsch-russische Gasprojekt Nord Stream 2 eingegangen: Ein wirtschaftlicher Grund für die Investition sei nicht zu erkennen, Russland gehe es um Geopolitik, klagt die Ukraine. Der staatliche ukrainische Gaskonzern Naftogaz hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen das deutsch-russische Pipelineprojekt Nord Stream 2 eingelegt. Zur Begründung hieß es, man könne keine wirtschaftliche Begründung für den Bau der Pipeline erkennen, weshalb “ihr Zweck nur wettbewerbswidrig sein” könne, erklärte Naftogaz. Der russische Gasriese Gazprom, der das Projekt kontrolliert, strebe eine beherrschende Stellung auf dem europäischen Gasmarkt an. Continue reading the article on the German Spiegel Online news website.

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    US-Botschafter Grenell droht wegen Nord Stream 2 wieder mit Sanktionen

    Berlin, DüsseldorfDer US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, bekräftigt die Sanktionsdrohungen gegen an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beteiligte deutsche Unternehmen. „Aus amerikanischer Sicht fördert die Pipeline nicht nur Gas, sondern ein erhöhtes Sanktionsrisiko“, sagte Grenell dem Magazin „Focus“. Europäische Länder machten sich durch die Gazprom-Pipeline abhängig von Russland. Continue reading the article on the German Handelsblatt news website.

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    EU-Kommission will Flüssigerdgasimporte aus den USA auf acht Milliarden Kubikmeter verdoppeln

    Union mit unterschiedlichen Aussagen zu Nord Stream 2 Die EU-Kommission hat am Rande einer LNG-Konferenz in Brüssel bekannt gegeben, dass sie plant, die im letzten Jahr um 272 Prozent gestiegene Einfuhr von amerikanischem Flüssigerdgas bis 2023 auf wenigstens acht Milliarden Kubikmeter jährlich zu verdoppeln. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte dem amerikanischen Präsidenten 2018 eine deutliche höhere Abnahme versprochen, um die von Trump angedrohten Zölle auf Automobile aus den EU-Mitgliedsländern zu verhindern (vgl. Juncker erkauft vorläufigen US-Verzicht auf Autozölle). Verpflichtung zur Abnahme von Mindestmengen Um die Abnahme weiter zu steigern, soll im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ein weiteres europäisches Flüssigerdgas-Terminal errichtet werden. Dem schleswig-holsteinischen FDP-Staatssekretär Thilo Rohlfs nach wird die Anlage etwa 450 Millionen Euro…

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    Roadmap Gas für die Energiewende – Nachhaltiger Klimabeitrag des Gassektors

    Die Umsetzung der Energie- und Klimaziele der Bundesregierung führen zu einem deutlichen Rückgang des Gasbedarfs. Damit stehen auch im Gasmarkt erhebliche Änderungen und infrastrukturelle Herausforderungen an. Nicht alle Gasverteilnetze werden wirtschaftlich fortbestehen können. Das Fernleitungsnetz wird zukünftig im ähnlichen Umfang wie heute benötigt. Änderungen sind vor allem bei der Auslastung und bei den Importrouten bei zunehmender Integration von strombasiert hergestelltem Methan und angestrebter Diversifizierung der Importländer zu erwarten. Die im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführte Studie analysiert Szenarien aus der Literatur und führt darauf aufbauend vereinfachte Modellberechnungen für den infrastrukturellen Bedarf und den damit verbundenen Kosten durch. Download the Roadmap publication for the Energy change in regard to the German Gas sector, presented…

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    Mit Nein zur Putin-Pipeline beweist Manfred Weber, dass er ein wahrer Europäer ist

    Vielleicht kann man von Manfred Weber am besten lernen, was das ist: ein guter Europäer. Einem guten Europäer sind im Zweifel europäische Interessen wichtiger als deutsche, und dies selbst dann, wenn er ein Deutscher ist. Jedenfalls sind nicht automatisch jene gute Europäer, die dies sonntags behaupten. Als Weber ankündigte, er werde als Kommissionspräsident alles tun, um die Ostsee-Pipeline “Nord Stream 2” zu stoppen, waren CDU und SPD stocksauer. Der Bundeswirtschaftsminister von der CDU stufte Webers Äußerung als Privatmeinung ab, die SPD wunderte sich, dass ein deutscher Europa-Kandidat die Deutschen über eine polnische Zeitung wissen lasse, er werde ein deutsch-russisches Projekt bekämpfen. Continue reading the article on the Focus news website.

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    Berechtigte Skepsis vor deutsch-russischen Alleingängen

    EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hat mit seiner Kritik an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 für Irritationen in der Union gesorgt. Dabei hätte man seine Kritik kennen können, meint Bettina Klein. Wer das Ganze als reines Wahlkampfmanöver abtue, verkenne die Stimmungslage in Europa. Das Bundeswirtschaftsministerium hat den PR-Preis des Jahrzehnts verdient. Es muss über lange Zeit ganze Arbeit geleistet haben. Anders ist nicht zu erklären, dass so viele plötzlich aus allen Wolken fallen – angesichts des Widerstands in der EU gegen Nord Stream 2. Eines Widerstands, dem Manfred Weber als Spitzenkandidat der EVP nun im Europa-Wahlkampf ein Gesicht und eine Stimme gibt. Continue reading the article on the Deutschlandfunk news website.

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    Amerikanisches Erdgas genügt nicht, um Russlands Dominanz in Europa zu brechen

    Die Nord-Stream-2-Gaspipeline ist ein Spaltpilz innerhalb der EU und zwischen Deutschland und den USA. Um die Energiedominanz Russlands zu brechen, bieten die Vereinigten Staaten verflüssigtes Erdgas an. Im Wettstreit zwischen Moskau und Washington hätte Europa viele Trümpfe in der Hand – wenn Berlin einsichtiger wäre.   Marschall Wassilewski war einer der grossen Militärstrategen der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Ausgerechnet diesen martialischen Namen trägt eine schwimmende Anlage zum Import von Flüssigerdgas (LNG) vor den Ufern der russischen Exklave Kaliningrad an der Ostsee. In Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das Terminal im Januar in Betrieb genommen worden. Erklärtes Ziel der «Marschall Wassilewski» ist es, die Energieversorgung Kaliningrads vom Erdgastransport durch…

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    Umweltgutachten ist deutliches Zeichen an Nord Stream 2

    Die dänische Energieagentur verlangt aktuell ein Gutachten der Projektgesellschaft Nord Stream über die Umweltauswirkungen für die Pipelineroute von Nord Stream 2 südlich Bornholms. Dazu erklärt Reinhard Bütikofer, industriepolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament: „Dass Dänemark sich bei Nord Stream 2 weder von Russland noch von Deutschland hat einschüchtern lassen, begrüße ich sehr. Gazprom hat noch vor wenigen Tagen so getan, als sei eine dänische Genehmigung selbstverständlich zu erwarten. Umso klarer ist der Rückschlag durch die Entscheidung aus Kopenhagen. Im Übrigen muss man den russischen Gasexport-Monopolisten davor warnen, die Entscheidung der Europäischen Union mit neuen Tricks umgehen zu wollen. Brüssel wird sich ebenso wenig auf der Nase herumtanzen lassen wie Dänemark.“ Dr.…

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    Deutschland gefährdet die Nato

    Deutschlands Stellung in der Welt wird nicht an den Sonntagsreden der Kanzlerin gemessen, sondern an den Zahlen. Die Regierung spart an der falschen Stelle. Die Sache mit dem Flugzeugträger, die war wirklich komisch. Da haben sie gelacht bei der Bundeswehr, und das passiert in diesen Tagen eher selten. Als Annegret Kramp-Karrenbauer in der “Welt am Sonntag” den Bau eines gemeinsamen europäischen Flugzeugträgers vorschlug, “um der globalen Rolle der Europäischen Union als Sicherheits- und Friedensmacht Ausdruck zu verleihen”. Guter Witz. Für schwarzen Humor sind Soldaten immer zu haben. Die CDU-Chefin fordert ein milliardenteures Symbolprojekt für Europa, während der sozialdemokratische Finanzminister dafür sorgt, dass Deutschland seine Zusagen an das westliche Bündnis nicht…

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    Datenleak enthüllt Geld-Pipeline in den Westen

    Ein neues Datenleak enthüllt ein System, das Geld aus Russland in den Westen gepumpt hat. Politiker, Geschäftsleute und Kriminelle konnten dadurch Geld waschen und Vermögen verstecken. Zu den Profiteuren zählt auch ein guter Freund von Wladimir Putin. Das Geld floss an eine Wohltätigkeitsfirma von Prinz Charles, es ging auf das Firmenkonto eines Jugendfreunds Wladimir Putins, außerdem an eine Firma mit Sitz in Bayern – und es stammte aus undurchsichtigen Quellen. Insgesamt flossen durch ein ausgeklügeltes Geldwäschesystem innerhalb weniger Jahre Milliarden aus Russland in den Westen, knapp 190 Millionen Euro landeten auf deutschen Konten. Dies geht aus Bankunterlagen hervor, die dem Recherchenetzwerk Organized Crime and Corruption Reporting Projekt (OCCRP) und der litauischen Nachrichtenseite 15min.lt zugespielt wurden. Die Süddeutsche Zeitung hat…

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    Streit um Nord Stream 2 Russland untergräbt Versprechen an Kanzlerin Merkel

    Der russische Präsident Putin hatte Kanzlerin Merkel zugesagt, dass weiter Gas durch die Ukraine transportiert wird, wenn die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb geht. Der Energieminister sät daran Zweifel. Russlands Energieminister Alexander Nowak bezweifelt, dass sich der Transport von russischem Gas durch ukrainische Pipelines künftig noch lohnt. “Der Transit durch die Ukraine ist bisher am teuersten, nämlich bis zu zweieinhalb Mal teurer als über andere Strecken”, sagte Nowak der russischen Online-Zeitung Gazeta.ru.

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    Gier, Gas und Geld!

    Nord Stream und seine Macher Ein neues Buch beschreibt, wie in Dänemark, Schweden und Finnland massiv Lobbyarbeit für die umstrittene Pipeline durch die Ostsee gemacht wurde.  Die Spione, die mit der Wärme kamen“ – unter diesem Titel erschien 2017 in Dänemark ein Buch  des Journalisten Jens Høvsgaard über die Entstehungsgeschichte der ersten Ostsee-Pipeline Nord Stream. Damit habe der Autor „eine Handgranate in die dänische Energie- und Sicherheitspolitik geworfen“, urteilte die dänische Zeitung Politiken.

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    „Nord Stream 2 war von Anfang an falsch“

    Katrin Göring-Eckardt lehnt die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 ab. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag sagt: Europa könnte bis zum Jahr 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sein.     WELT: Frau Göring-Eckardt, die Grünen und US-Präsident Donald Trump sind sich überraschenderweise einig: Die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 soll nicht zustande kommen. Katrin Göring-Eckardt: Wir Grünen waren schon immer gegen Nord Stream 2. Das Projekt war von Anfang an falsch. Es bindet uns mit zusätzlichen Abnahmeverpflichtungen auf Jahrzehnte an noch mehr russisches Gas und ist eine Provokation für unsere europäischen Partner. Würde sich die Bundesregierung mit gleicher Verve in Brüssel für mehr Energieeffizienz und saubere Energien einsetzen wie für diese Pipeline,…

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    Die Sackgasse der deutschen Ostpolitik

    Wie die Bundesregierung ihre eigene Russland- und Ukrainepolitik torpediert. Nachdem sich Frankreich und andere EU-Mitgliedstaaten über neue EU-Vorschriften für das umstrittene Projekt Nord Stream 2 geeinigt haben, scheint der Weg frei für den Bau der Pipeline. Trotzdem irrt sich die Bundesregierung, wenn sie glaubt, damit die Kritiker zu befrieden. Deutschland hat von Anfang an unterschätzt, welchen Imageschaden dieses Projekt anrichten wird. Vom Wirtschafts- zum politischen Projekt Im Umfeld des Russland-Ukraine-Konfliktes seit 2014 hat sich anhand der Nord Stream 2 Pipeline die Diskussion über die Energieabhängigkeit Deutschlands und der EU von Russland immer weiter verschärft. Jahrelang hatte die Bundesregierung behauptet, es handele sich um ein rein kommerzielles Projekt. Doch im April…

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    Nord Stream 2 ist “unnötig und unrentabel”

    Tief unten am Meeresgrund der Ostsee wird gerade am wahrscheinlich größten Infrastrukturprojekt Europas gearbeitet. Dort werden die Rohre für die umstrittene Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland verlegt. Ein zu teures und energiewirtschaftlich unnötiges Projekt, sagt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im “Wieder was gelernt”-Podcast. Hören Sie rein in die neue Folge oder lesen Sie hier einen kurzen Auszug. Nord Stream 2 ist ein Projekt des russischen Energiekonzerns Gazprom. Schon jetzt liefert Gazprom über 40 Prozent seines Gases nach Europa. Mit Nord Stream 2 soll es noch mehr werden. Kostenpunkt für den Bau: Zehn Milliarden Euro. Claudia Kemfert findet die Pipeline unrentabel:

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    Und plötzlich ist Frankreich gegen die geplante Pipeline

    Kurz vor einem wichtigen Beschluss stellt sich Frankreich gegen die geplante Gaspipeline Nord Stream 2, die Deutschland befürwortet. Der Beschluss ist eine Änderung einer EU-Regel, die es der Kommission ermöglichen würde, stärker gegen Nord Stream 2 vorzugehen. Das Projekt des russischen Energiekonzerns Gazprom werfe Probleme im angespannten Verhältnis zwischen Moskau und den Europäern auf, begründet Frankreich. Von Leo Klimm, Paris, und Alexander Mühlauer, Brüssel Frankreich stellt sich vor einem wichtigen energiepolitischen Beschluss überraschend gegen Deutschland: Bei einer für diesen Freitag geplanten EU-Abstimmung, die über die Zukunft des umstrittenen Pipeline-Projekts Nord Stream 2 entscheidet, will Frankreich gegen das Vorhaben votieren. Das von Deutschland unterstützte Projekt des russischen Energiekonzerns Gazprom werfe “strategische Probleme” im angespannten…