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    Nord Stream 2 ist “unnötig und unrentabel”

    Tief unten am Meeresgrund der Ostsee wird gerade am wahrscheinlich größten Infrastrukturprojekt Europas gearbeitet. Dort werden die Rohre für die umstrittene Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland verlegt. Ein zu teures und energiewirtschaftlich unnötiges Projekt, sagt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im “Wieder was gelernt”-Podcast. Hören Sie rein in die neue Folge oder lesen Sie hier einen kurzen Auszug. Nord Stream 2 ist ein Projekt des russischen Energiekonzerns Gazprom. Schon jetzt liefert Gazprom über 40 Prozent seines Gases nach Europa. Mit Nord Stream 2 soll es noch mehr werden. Kostenpunkt für den Bau: Zehn Milliarden Euro. Claudia Kemfert findet die Pipeline unrentabel:

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    US-Botschafter Grenell: “Nord Stream 2 geht zu weit”

    Der Vertreter der Trump-Regierung in Deutschland macht darauf aufmerksam, dass die Pipeline Russland und dessen “bösartigen Aktivitäten” neuen Einfluss einräumt US-Botschafter Richard Grenell macht gerne Plakataussagen. Mit dem Erdgas aus Nord Stream 2 räume Deutschland und die EU “den Russen” mehr politischen Einfluss ein, sagt er. Und: Angesichts russischer Nuklearwaffen sollte Deutschland, wenn es denn wirklich besorgt ist, auf den Kauf russischen Erdgases verzichten. Zwei Mal betont der oberste diplomatische US-Vertreter in Deutschland in einem Interview mit der Springerzeitung Die Welt am Sonntag den Zusammenhang zwischen der Pipeline und der Stärkung des politischen Einflusses Moskaus. Im Schwesterblatt der WamS, der Bild-Zeitung, schreibt man von der “Putin-Pipeline”. Grenell erklärt dem Publikum, warum das so…

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    Des Kremls neue Medien

    Moskau finanziert Propagandakanäle für Umweltbewegte und Linke. Von Berlin aus verbreiten sie ihre Botschaften. Alles ist recht, Hauptsache es schadet dem Westen. Von Markus Wehner BERLIN, 22. Januar. Holger Rothbauer ist überrascht. Die junge Frau und die beiden jungen Männer, die ihn vor einigen Monaten interviewten, gaben sich als Mitarbeiter einer kleinen Firma aus, die kritische Dokumentarfilme drehe. Sie hätten behauptet, Aufträge aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich zu beziehen. Der Rechtsanwalt aus Tübingen, der sich schon lange gegen deutsche Rüstungsexporte engagiert und gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch prozessiert hat, wollte den Leuten des vermeintlichen Start-ups keinen Korb geben. So kam die Medienfirma Redfish zu einem Interview für…