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    EU-Kommission will Flüssigerdgasimporte aus den USA auf acht Milliarden Kubikmeter verdoppeln

    Union mit unterschiedlichen Aussagen zu Nord Stream 2 Die EU-Kommission hat am Rande einer LNG-Konferenz in Brüssel bekannt gegeben, dass sie plant, die im letzten Jahr um 272 Prozent gestiegene Einfuhr von amerikanischem Flüssigerdgas bis 2023 auf wenigstens acht Milliarden Kubikmeter jährlich zu verdoppeln. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte dem amerikanischen Präsidenten 2018 eine deutliche höhere Abnahme versprochen, um die von Trump angedrohten Zölle auf Automobile aus den EU-Mitgliedsländern zu verhindern (vgl. Juncker erkauft vorläufigen US-Verzicht auf Autozölle). Verpflichtung zur Abnahme von Mindestmengen Um die Abnahme weiter zu steigern, soll im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ein weiteres europäisches Flüssigerdgas-Terminal errichtet werden. Dem schleswig-holsteinischen FDP-Staatssekretär Thilo Rohlfs nach wird die Anlage etwa 450 Millionen Euro…

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    Amerikanisches Erdgas genügt nicht, um Russlands Dominanz in Europa zu brechen

    Die Nord-Stream-2-Gaspipeline ist ein Spaltpilz innerhalb der EU und zwischen Deutschland und den USA. Um die Energiedominanz Russlands zu brechen, bieten die Vereinigten Staaten verflüssigtes Erdgas an. Im Wettstreit zwischen Moskau und Washington hätte Europa viele Trümpfe in der Hand – wenn Berlin einsichtiger wäre.   Marschall Wassilewski war einer der grossen Militärstrategen der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Ausgerechnet diesen martialischen Namen trägt eine schwimmende Anlage zum Import von Flüssigerdgas (LNG) vor den Ufern der russischen Exklave Kaliningrad an der Ostsee. In Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das Terminal im Januar in Betrieb genommen worden. Erklärtes Ziel der «Marschall Wassilewski» ist es, die Energieversorgung Kaliningrads vom Erdgastransport durch…

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    US-Botschafter Grenell: “Nord Stream 2 geht zu weit”

    Der Vertreter der Trump-Regierung in Deutschland macht darauf aufmerksam, dass die Pipeline Russland und dessen “bösartigen Aktivitäten” neuen Einfluss einräumt US-Botschafter Richard Grenell macht gerne Plakataussagen. Mit dem Erdgas aus Nord Stream 2 räume Deutschland und die EU “den Russen” mehr politischen Einfluss ein, sagt er. Und: Angesichts russischer Nuklearwaffen sollte Deutschland, wenn es denn wirklich besorgt ist, auf den Kauf russischen Erdgases verzichten. Zwei Mal betont der oberste diplomatische US-Vertreter in Deutschland in einem Interview mit der Springerzeitung Die Welt am Sonntag den Zusammenhang zwischen der Pipeline und der Stärkung des politischen Einflusses Moskaus. Im Schwesterblatt der WamS, der Bild-Zeitung, schreibt man von der “Putin-Pipeline”. Grenell erklärt dem Publikum, warum das so…